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ArtikelEquine CranioSacral TherapieMächtig in ihrer Subtilen Art! Die Umwelt unserer Pferde, die wir ihnen bieten und in der wir sie halten, hegt vielseitige und oft nicht erkennbare gefährliche Situationen für Traumas und Verletzungen der Pferde, nicht selten auch hervorgerufen durch unseren eigenen gedankenlosen oder unvorsichtigen Umgang mit ihnen oder durch unsere Unachtsamkeit in ihrer Behandlung. Der enge Bewegungsspielraum, den wir Pferden oft gewähren, kann ebenso zusätzlich zu Traumas mentaler oder physischer Art beitragen. Auch bei der Schulung, dem Training oder dem normalen Umgang mit unseren Pferden können wir diese unbedacht in verletzungsgefährdende Situationen bringen, wenn wir sie mental oder physisch überfordern oder bewusst oder unbewusst- sogar misshandeln. Traumas oder kleinere Verletzungen unserer Pferde sind oft nicht unmittelbar erkennbar oder entgehen unserer Aufmerksamkeit, und wir wundern uns dann manchmal über plötzliche oder sich auch langsam entwicklende negative Verhaltensweisen, die für uns oft unerklärlich sind, und fragen uns dann, was diese Veränderungen wohl hervorgerufen haben mag. In solchen und ähnlichen Situationen bietet sich Hilfe an in einer Therapieform mit dem Namen CranioSacrale Therapie. Diese basiert auf der Erkenntniss und dem Wissen um ein System im Körper des Pferdes, das wie der Name sagt- vom Kopf bis zum hinteren Ende des Pferdes, dem Sacrum, reicht, und das erkannt, erfasst und auf bestimmte Weise durch einen erfahrenen Praktiker dieser Methode positiv beeinflusst werden kann. Es ist keine pferdepsychiatrische Behandlung, es ist keine Voodoo-Methodik, die hier angewandt wird, sondern eine manuelle Interaktion zwischen einem erfahrenen Praktiker dieser Methode und dem Pferd, bei der das CranioSacrale System des Pferdes erfasst und beeinflusst wird mit Auswirkungen auf den gesamten physischen und mentalen Bereich und die Konstitution des Pferdes. Hatten Sie zum Beispiel jemals Sorgen mit einem Pferd in Ihrem Stall, das ohne Erfolg eine Vielzahl von Diagnosen und Therapien durchlief, und trotztdem immer noch nicht besser zu sein schien? Verweigerte Ihr Pferd vielleicht das Gebiss anzunehmen? Oder hatten Sie je ein Pferd mit grossen Erfolgsaussichten, das aber ständing seinen Kopf wirft und es war Ihnen nicht möglich, dieses Problem zu lösen? Für solche und viele ähnliche Probleme mit Pferden gibt es jetzt Hoffnung: die Equine CranioSacral Therapie. Seit vielen Jahren schon wird diese Therapie erfolgreich beim Menschen angewandt und wegen ihres grossen Erfolges in der Humantherapie gewinnt diese Methode nun auch immer mehr an Bedeutung und Anwendung in der Welt des Pferdes. Die Equine CranioSacral Therapie befasst sich mit dem caniosacralen System des Pferdes, das Schädel, Wirbelsäule, Rückenmark und Sacrum beinhaltet. Gehirn und Rückenmark werden durch die sie umspülende Rückenmarks-flüssigkeit (den Liquor), ernährt und geschützt.Der Equine CranioSacral Prakitker sucht nach Ungleichgewicht und Flussbehinderungen des Liquors im Zentralen Nervensystem des Pferdes. Diese können durch Fehlstellungen in Gelenken, Verspannungen in Muskeln oder Bindegewebe, Narben, Calcifizierungen und ähnliche Probleme verusacht werden. Die Equine CranioSacral Therapie hilft diese Probleme, die zum Grossteil auf Restriktionen zurückgehen, zu beseitigen und sowohl eine ausgeglichene muskelskelettale Disposition als auch generell in allen anderen vitalen Systemen des Pferdes einen harmonischen Ausgleich zu bewirken.
Erfährt zum Beispiel ein Pferd ein Trauma am Kopf, passiert ein Unglück im Pferdeanhänger oder reisst sich ein Pferd etwa gewaltsam los, besteht die grosse Wahrscheinlichkeit, dass das komplizierte System der Schädelknochen aus dem Gleichgewicht gerät. Die Schädelknochen sind durch ein Netz von Nahtstellen miteinander verbunden, wodurch eine minimale Bewegung der Knochen zueinander möglich ist. Einige dieser Knochen wirken als „Stossdämpfer“, andere beinhalten Luftkammern.
Jedes Ungleichgewicht am Kopf des Pferdes kann zu einer Einschränkung der freien Bewegung der Knochen, des Muskel- und Sehnen- Apparates sowie der Flüssigkeiten im Kopfbereich führen und kann sogar schlimmstenfalls zur Einquetschung oder Beschädigung von Nerven führen. Die Auswirkungen hiervon können zum Beispiel eingeschränktes Sehvermögen, Kopfschmerzen, oder aber auch abnormale Gangart und Bewegungsmuster sein. Dem Laien können diese Ungleichgewichte und oft auch ihre Folgen leicht entgehen, denn es entstehen dabei oft nur minimale, kaum erkennbare Verschiebungen im Gewebe sowie Ungleichgewichte im Micro Bereich. Eine vergleichbare Situation kann man selbst erfahren, wenn man als Patient bei einem Zahnarzt in Behandlung ist. Wird ein nur wenige microns dickes Pauspapier zum Beispiel zwischen zwei gegenüberliegende Zähne gelegt, spürt man sofort ein meist unangenehmes - Ungleichgewicht im gesamten Gebissbereich. Dasselbe Gefühl entsteht, wenn etwa eine neue Zahnfüllung nicht absolut korrekt eingesetzt und angepasst (eingeschliffen) wird. Die Nähte in den Schädelknochen sind fein aufeinenader abgestimmt, um mikroskopische Bewegungen zuzulassen, ohne jedoch die notwendige Stabilität zu kompromittieren. Ungleichgewichtige Schädelknochen, die zum Beispiel unter Umständen zu einer Quetschung oder Beschädigung des Sehnervs und somit zu einer Einschränkung des Sehvermögens führen, können evtl. Grund für die Schreckhaftigkeit eines Pferdes sein. In solchen und ähnlichen Situationen kann die Equine CranioSacral Therapie eine sehr wichtige und erfolgreiche Behandlungsmassnahme sein. Ein zu enger Nasenriemen am Zaumzeug kann zum Beispiel verhindern, dass das Pferd seine volle Atmungskapazität nutzten kann und dadurch in seiner Leistung und Bewegungsfähigkeit eingeschränkt wird; im Laufe der Zeit kann dies zu unerwünschten Bewegungs- und Verhaltens- Mustern führen, die unter Umständen auch selbst nach Beseitigung der Ursache bestehen bleiben können. Die Equine CranioSacral Therapie ist eine sehr tiefreichende Heilmethode, die solche und ähnliche Muster aufbrechen kann und somit das Pferd wieder zu seinem voll ausgeglichenen physischen und mentalen Status zurückbringen kann. Die Zahnärztliche Versorgung durch den Tierarzt ist ein wichtiger Aspekt in der Pferdehaltung. Natürlich mögen die Pferde den Zahnarzt genauso wenig wie wir Menschen ihn mögen. Bei der Zahnärzlichen Behandlung des Pferdes werden meist Sedativa und orale Spekula verwendet, die von Natur aus erhebliche Nebenwirkungen mit sich bringen können. Bei der Verwendung des Spekulums wird das Gebiss des Pferdes ziemlich weit offen gehalten, wobei die Kaumuskeln ständig versuchen, die Kiefer zu schliessen. Ausserdem werden zusätzlich elektrische oder manuelle Werkzeuge zum Feilen der Zähne und für sonstige notwendige Zahnbehandlungen benutzt, deren Gebrauch mit erheblichem Lärm, Vibrationen und langdauernder unnatürlicher Kopf- und Kiefer- Haltung des Pferdes verbunden ist. Nach einer ausgedehnten und eventuell langdauernden intensiven Zahnbehandlung verspürt das Pferd dieselben unangenehmen Nachwirkungen im Kopf- und Kieferbereich wie ein menschlicher Zahnpatient. Gesichts- und Kiefer- Muskeln können für eine lange Zeit verspannt und schmerzhaft sein. Nach einer tierärztlichen Zahnbehandlung ist die Equine CranioSacral Behandlung eine wohl angebrachte Therapie und ein wichtiges und heilsames Instrument für eine schnelle Genesung von einem Trauma dieser Art. Dabei werden Muskeln, Knochen, Sehnen und Bindegewebe im Kopfbereich wieder in das notwendige Gleichgewicht gebracht. Equine CranioSacrale Therapie ist jedoch nicht beschränkt auf die Behandlung im Kopfbereich, sondern sie erstreckt sich auf den gesamten Wirbelsäulenbereich bis hin zum Becken und Sacrum und schliesst praktisch auch Rippen sowie den gesamten Körperbereich ein. Bei einer Kopfverletzung des Pferdes wird der Praktiker oftmals sogar am Sacrum oder an den Rippen seine Behandlung beginnen, denn nicht zu selten wird ein Pferd mit Kopfverletzung eine Berührung am Kopf nicht dulden; da jedoch das CranioSacral System sich über den gesamten Körper erstreckt, wirkt sich eine Behandlung an einer bestimmten Stelle des Systems auch auf das gesamte System aus, in diesem Fall auch auf den Kopfbereich. Nach demselben Prinzip löst oft ein Trauma in einem speziellen Bereich des Körpers Probleme in einem anderen Bereich der Pferdephysiologie aus. Eine Verletzung am Hinterende des Pferdes kann ohne weiteres pathophysiologische Erscheinungen im Kopfbereich oder in anderen Teilen des Muskelskelettsystems wie zum Beispiel an den Beinen etc. hervorrufen. Solche Fernauswirkungen von Verletzungen können natürlich dann auch durch die Behandlung der ursprünglichen Traumastelle behoben werden. Der Beckenbereich bietet eine ganz speziell delikate Struktur mit seinem Knochen- Muskel- und Gelenksystem in Verbindung mit dem Sacrum, welches in besonderer Weise zwischen den Sitzknochen des Beckengürtels aufgehängt ist.
Diese Struktur bietet einen nicht seltenen Ansatzpunkt für eine Verletzung oder ein Ungleichgewicht, was in vielen Fällen sehr erfolgreich durch die Equine CranioSacral Therapie korrigiert werden kann. Die Basis für die Therapie des CranioSacral Praktikers ist das Phenomen der eng miteinender verbundenen Systeme im Pferdekörper. Deshalb hat die Behandlung im Sacrum-Bereich des Pferdes auch Auswirkungen bis zum Genick und darüber hinaus. Der Verletzungsbereich selbst oder der Bereich der auftretenden Symptomatik stellen oft nicht unbedingt die Behandlungsstellen der ersten Wahl dar. Zur Behandlung von Gangart und Bewegungs-problemen wird der versierte Praktiker unter Umständen zuerst im Kopfbereich seine Therapie beginnen; eine Behandlung im Becken- und Sacrum Bereich wiederum kann eine therapeutische Wirkung im Kopfbereich zum Beispiel bei Problemen des TMJ (Temporal Mandiular Joint) hervorrufen und auch eine Verbesserung des Cardiovasculären- und Atmungs- Systems bewirken. Die Kraft und das Potential dieser Therapie liegt in ihrerer subtilen Art. Bei der Therapie beträgt der Druck der Hände und Finger des Praktikers auf den Pferdekörper meist nicht mehr als fünf Gramm, und - wie die Erfahrung vieler Jahre therapeutischer Praxis zeigt - ist dies längst genug um Heilungsprozesse in Gang zu setzten. Durch diese Methode wird der Selbst-Heilungsprozess im Pferd angestossen und unterstützt. Der Equine CranioSacral Therapeut löst eigentlich im Grunde genommen den Heilungsprozess zur Wiederherstellung des physischen und mentalen Gleichgewichtes im Pferdeorganismus erst einmal aus. Über die Autorin Eine ihrer besonderen Spezialitäten ist die Analyse von Pferd und Reiter als ein Team, die Erkennung eventuell vorliegender interaktiver Probleme und die Maximierung der Leistung von Pferd als auch Reiter, indem sie sowohl den Reiter als auch das Pferd problemorientiert analysiert und behandelt. Bei jeder Behandlung kombiniert sie je nach vorliegender Problemstellung verschiedene Modalitäten, um eine optimale Therapie für Pferd und Reiter zu gewährleisten. Für weiter Informationen zu dieser Thematik nehmen Sie bitte Kontakt auf mit Karina Burchard. Die Autorin bei der Anwendung der Pferdemassage und der Equine CranioSacral Therapie.
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